Sonntag, 13. juli 2008
Seid gegrüßt!

Wir sind wieder wohlbehalten in Wien angekommen. Was sich seit dem letzten Eintrag getan hat, sei hier kurz wiedergegeben.
Nachdem wir am Mittwoch Abschied von Santiago und Viktor (Danke an dieser Stelle nochmals für die Betreuung während der Tage bei dir!) genommen hatten, ging es weiter nach Leon. Dort angekommen, brauchten wir mit unserem Gepäck  am Rücken und keinerlei Stadtplänen in der City weit über eine Stunde um unsere Bleibe für die Nacht zu finden.  Nachdem wir endlich erfolgreich waren, gings aus Stadtrundgang.  Sehenswert ist neben  diversen mittelalterlichen Palais, Bürgerhäusern und Pilgerunterkünften (Leon liegt schließlich direkt am Jakobsweg) die Kathedrale mit zwei mächtigen Türmen, einer handvoll prächtiger Portale und jede Menge kunstvoll gestalteter Kirchenfenster. Nicht umsonst wird die Kathedrale als die prunkvollste gotische Kirche Spaniens beschrieben.
Am nächsten Tag gings um 07.00 mit dem Zug weiter nach Bilbao. Dort angekommen, fuhren wir via Straßenbahn direkt zum Guggenheim-Museum. Nach vollendeter Besichtigung gings ab zum Bahnhof und schnell in den nächsten Zug nach Burgos gesprungen (Zug ist eigentlich übertrieben, der "Zug" bestand nur aus Lok + einem Waggon). Burgos selber wurde auch mit Gepäck am Rücken durchwandert, nach den Anschlägen in Madrid wurden sämtliche Schließfächer in den Bahnhöfen abgebaut). Burgos überzeugt mit einer beeindruckenden Kathedrale (kommt in vielen Belangen an Leon heran) und einer schmucken Altstadt. Außerdem liegt dort der spanische Nationalheld Rodrigez Diaz  alias El Cid begraben.
Über Nacht wollten wir mit dem Schlafwagen-Zug aus Madrid nach Blois fahren, um von dort weiter zu meiner Family nach Nantes zu kommen. Der Zug kam auch , allerdings mit 40 min Verspätung. Die aufzuholen war anscheinend nicht möglich, in Blois hatten wir 65 min Verspätung und somit zwei mögliche Anschlusszüge verpasst. Wenigstens entschädigten die  geräumigen Schlafwagenkabinen mit ihren bequemen Betten ein wenig für dieses Ärgernis. Nachdem nach Nantes nur alle heiligen Zeiten Züge fahren, landeten wir statt geplant 09.00 um 13.40 in Nantes. Na gut, ein Vormittag im A'***h, aber das Leben ging weiter. Nach einem netten und entspannten Nachmittag bei meiner Family (welche es sich in einem schmucken Landhaus in der Bretagne gut gehen lassen) und einer kurzen Nacht ging es via Orleans (kurzer Stadtrundgang), Paris und Metz nach Straßbourg. Auch hier ging sich ein Spaziergang durch die Stadt aus bevor am späten Abend der Nachtzug nach Wien bestiegen werden sollte. Was dann folgte fällt unter die Kategorie Skurril. Nachdem es der französischen Bahn (gegen welche ich eh schon einiges an Misstimmung aufgebaut hatte, mehr dazu siehe im nächsten Threat) bis 2 min vor Abfahrt nicht möglich war, den Fahrgästen mitzuteilen auf welchem Gleis der Zug eingesetzt werden sollte, gestaltete sich das Bahnsteig-Finden zu einer mühsamen Angelegenheit. Schlussendlich standen alle am richtigen Bahnsteig, der Zug fährt ein, doch wo ist unser Waggon? Nochmal nachgesehen: 125 ist da, 126 ist da, 128 auch, aber 127 fehlt... Ein französischer Bahnbeamter meinte nur, der Waggon komme noch... Na ja gut, dem war schlussendlich auch so, mit 20 min Verspätung und endlich im Besitz unseres Wagens ging es von Straßbourg los Richtung Wien.
Skurriles Part II: Wir sitzen in unserem Abteil, Bettzeug und Verpflegung bekommen und warten auf den Schaffner um unsere Tickets loszuwerden. Der kommt auch, nimmt dankend unsere Tickets und meint:
- Es gibt da noch ein Problem, wir werden in Wien Verspätung haben.
- Wissen wir, die 20 min sind aber nicht so tragisch
-Neiiiin, es wird ein bisserl mehr sein. Ich rechne mit 4 Stunden, vor 13 Uhr werden wir nicht in Wien sein.
- Stille -
- Wir bekommen in Karlsruhe einige Kurswagen aus Amsterdam dazu und der Zug aus Amsterdam hat 4 Stunden Verspätung.
- Stille -
- Daher werden wir in Karlsruh wohl mindestens 4 Stunden warten müssen.
- Aso, danke.
Ein Gutes hatte die Sache, wir konnten ordentlich ausschlafen, den halbe Tag in Wien zur Regeneration konnten wir uns an den Hut stecken.
Schlussendlich erreichten wir Wien statt um 08.35 um 13.20, sprich mit 285 min Verspätung. Jetzt reichts vorerst einmal, der nächste Zug sollte besser pünktlich sein!
Damit vorerst genug von unserer Reise, Spanien/ Frankreich ist Geschichte,der Rest Europas erwartet uns.

Danke für die Aufmerksamkeit!

Dani + Bene









von Scriptor
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